filme
goldfish memory (2005)
alle verlieben sich. ständig. immer wieder aufs neue. ungebremst, leidenschaftlich oder abgeklärt. dann kommt die wirklichkeit ins spiel. ist es liebe oder nur verlangen? lass ich mich gehen oder gehe ich? während tom clara liebt, erschliesst diese mit angie neue horizonte. red, der smarte fahrradkurier, unterstützt vehement das coming out seiner zufallsbekanntschaft. und alle spielen sie miteinander, gegeneinander und füreinander ein spiel, das jede kennt und jede gewinnen will. die liebe ist das ziel.
in dublin ist es nicht anders als in jeder anderen stadt auf dieser welt zwischen menschen, die das zwischenmenschliche suchen. und in "goldfish memory" treffen sie alle aufeinander, die lesben, die schwulen, die "ich-weiss-noch-nicht" und die "du-da-bin-ich-mir-aber-sicher".
but i`m a cheerleader (2003)
die zeichen sind deutlich: teenie megan mag kein fleisch, sie hört gerne melissa etheridge und wenn sie ihren freund küsst, denkt sie an ihre cheerleader-kolleginnen. grund genug, sie in das umerziehungslager "true directions" einzuweisen. im camp soll megan mit anderen verwirrten seelen in einem fünf-stufen-programm das wahre hetera-dasein lernen. was die campleitung allerdings nicht bedacht hat, ist, dass frau/mann unter gleichgesinnten erst so richtig auf den geschmack kommt...
eine knallig-bunte satire auf die norminierung von jugendlichen. die 30-jährige regisseurin greift dabei mit ihrem debütfilm kein fiktives thema auf: in den USA gibt es sogenannte "umprogrammierungs-camps" wirklich!
better than chocolate (usa 1999)
romantische komödie.
maggie möchte schriftstellerin werden. um ihren lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet sie tagsüber im buchladen "ten percent", dessen hinterzimmer ihr auch als schlafraum dient. abends tritt sie im szeneclub "cat's ass" auf. als ihre mutter und ihr bruder sich ankündigen, mietet sie kuzerhand eine wohnung, in die sie zum schein einzieht. mit dem besuch der familie gerät bewegung in das leben von maggie, ihrem freund toni und der transsexuellen judy aus dem club. die inhaberin des buchladends bleibt auch nicht von turbulenzen verschont. sie muß sich mit dem zollamt herumschlagen.
fucking åmål (schweden 1999)
ach, die schreckliche, schöne zeit des heranwachsens... die erste große liebe, wenn frau die augen einfach nicht von ihr lassen kann...
agnes liebt elin. ausgerechnet. die schüchterne und introvertierte neue und der extrovertierte schulstar. das scheue reh und das aufgemotzte girlie. kann agnes elins herz erobern? und wenn ja, wie soll diese liebe funktionieren in der schwedischen kleinstadt åmål, wo teenagercliquen auf alle, die “anders” sind, so grausam reagieren wie überall auf der welt?
lukas moodyssons regiedebüt ist ein herzerfrischend authentischer, unendlich zärtlicher film über die pubertät und coming out, nervende eltern und den ersten kuß, anpassungsdruck und ausbruch aus dem gruppenzwang. „ein film über die zeit, wenn einer die weite welt zu eng ist, die provinz zumal. ein film vor allem über die liebe zwischen zwei mädchen. ohne sensationslust. ohne lüsternheiten. ein kleiner, großer film.
kommt mausi raus? (deutschland 1995)
kati, genannt mausi, ist schüchterne zwanzig, als sie frisch vom dorf in die großstadt kommt. hier sucht sie, was im kleinkaff undenkbar war: die liebe der frauen - und findet sie auch. erst bei der flippigen jo, die wie sie selbst sagt "kein' bock auf so'n romantikscheiß" hat, ihr aber ein guter kumpel bleibt; dann bei yumiko, eine große liebe, die im bioladen beginnt. alles könnte so schön sein, hätte da mausi nicht eine kleines problem: sie steht öffentlich nicht dazu, daß sie eine lesbe ist. das zauberwort heißt "coming out".
und so reist mausi zurück ins westfälische hinterland ihrer kindheit, in gedanken be yumiko, im gepäck den "coming out leichtgemacht"-ratgeber, denn da steht "wenn du es deiner mutter gesagt hast, ist der rest ein kinderspiel". daß dem nicht ganz so ist, merkt mausi spätestens, als sie mit sonja, ihrer sandkastenfreundin, die dorfkirmes besucht. umzingelt von neugierigen weibern, eifersüchtigen jungmänern und hungrigen matronen, kommt mausi schließlich raus...
two girls in love (usa 1995)
randy dean und evie roy könnten unterschiedlicher nicht sein: während randy ein vorlautes, rebellisches mädchen aus der arbeiterklasse ist, das mit vorliebe comics zeichnet, rockmusik hört und sich in gepflegter langeweile ergeht, ist evie der sproß einer millionärsfamilie, bildschön und zart, mit ausgesprochenem faible für literatur und klassische musik.
die einzige gemeinsamkeit der beiden mädchen ist die tatsache, daß sie dieselbe highschool besuchen. wahrscheinlich hätte sie nie mehr als einen flüchtigen blick gewechselt, wenn evie nicht eines tages mit ihrem wagen an der tankstelle gehalten hätte, wo randy als aushilfe jobbt. während randy den reifendruck überprüft, kommt es zu einem flüchtigen smalltalk.
einige tage später kommt es zu einem erneuten, zufälligen zusammentreffen: beim heimlichen zigarettenrauchen auf der schul-toilette. im laufe der zeit wird aus der flüchtigen bekanntschaft eine tiefe freundschaft, die schließlich noch einen schritt weitergeht: die beiden mädchen verlieben sich ineinander. für randy, die wie selbstverständlich zu ihren gleichgeschlechtlichen neigungen steht, ist das kein problem.
evie, die sich gerade von ihrem freund getrennt hat, ist allerdings verwirrt über die neue seite, die sie an sich entdeckt. doch schließlich sind ihre gefühle stärker als ihre ängste: randy und evie verbringen eine erste leidenschaftliche nacht miteinander. doch als ihre liebesbeziehung bekannt wird, beginnt der spießrutenlauf...
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